Geschichte der Stadt Holíč

Die Stadt Holíč befindet sich auf den westlichsten Ausläufen der Chvojnicaer Hügellandschaft und der anliegenden Tiefebene der Niedermährischen Talenge. Die ältesten Funde auf Holíčer Gemeindegebiet stammen schon aus der Vorzeit. Die gegenwärtige Besiedlung hat ihre Anfänge im Zeitalter Großmährens. Nach dem Zerfall von Großmähren wurde Holíč zu einem bedeutenden Stützpunkt des entstehenden Ungarischen Staates. Im 12. – 13. Jahrhundert war es Sitz des Burggaues und später Sitz des Burggutes und Verwaltungs- und Kulturzentrum der ganzen Region.

Die erste schriftliche Erwähnung von Holíč stammt aus dem Jahre 1205. Zu Beginn wurde die Stadt nach der Burg Wywar genannt (d.h. Ujvár – Neue Burg). Im 14. Jahrhundert war bereits ihr jetziger Name Holíč bekannt.

Die Besitzer des Herrenguts wechselten oft. Anfang des 14. Jahrhunderts bemächtigte sich Matthäus Csák von Trenčín der Burg und im Jahre 1315 entfesselte sich um die Holíčer Burg eine Schlacht zwischen ihm und dem tschechischen König Johann von Luxemburg, was die zeitgenössischen Chroniken schildern (Dalimils Chronik und Zbraslaver Chronik). Der tschechische Herrscher bemächtigte sich der Stadt erst nach dem Tod Matthäus Csáks im Jahre 1321.

Holíč wird in der Geschichte oft im Zusammenhang mit militärischen Ereignissen erwähnt. Die Lage an der Grenze des Staates und auf der Kreuzung des belebten Tschechischen Weges, der Prag mit Ofen (ung. Buda) verband und des Großen Weges, der von der Burgstätte nach Bratislava führte, hat so manchen Militärzug hergeführt.

Im September 1323 wurde in Holíč auf Grund eines Bündnisvertrags zwischen dem tschechischen und dem ungarischen König gegen den gemeinsamen Feind Österreich ein Frieden vereinbart – dies hatte einen großen Einfluss auf das Wirtschaftsleben und den Wachstum der Stadt, weil die Bedeutung des Tschechischen Weges sowie der daran liegenden Städtchen dadurch gestärkt wurde. In Holíč wurde die erste Mautstation auf der ungarischen Seite errichtet.

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Geschichte der Stadt Hollabrunn

Die Stadt Hollabrunn, inmitten fruchtbaren, hügeligen Rebenlandes im Tal des Göllersbaches gelegen, ist Zentralort des westlichen Weinviertels. Das Stadtgebiet grenzt unmittelbar an den Ernstbrunner Wald, das größte, zusammenhängende Eichenwaldgebiet Österreichs. Die verkehrsmäßige Ausrichtung wird durch die Lage an der Achse Wien-Znaim-Prag bestimmt, die hier von den Verbindungen aus dem östlichen Weinviertel gekreuzt wird. Das Gemeindegebiet hat eine Fläche von 152 km².

Die erste schriftliche Erwähnung von Hollabrunn („Holerbrunen“) erfolgte in einer Schenkungsurkunde des Jahres 1135, mit der ein Weingarten einem bayrischen Kloster geschenkt wurde. Der Weinbau ist bis zur Gegenwart der bestimmende Wirtschaftsfaktor im Leben der Stadt.

Die Pfarrkirche wurde bereits im 12. Jahrhundert gegründet und ihr Patron wurde St. Ulrich. Durch Katastrophen wurde sie sehr zerstört und im 14. Jahrhundert beträchtlich umgebaut.

Im Jahre 1377 erwarb die Stadt das Marktprivileg und im Jahre 1565, am 11. Juli, wurde ihr vom Kaiser Maximilian dem II. ein Wappen erteilt, dessen Fläche in zwei Teile gegliedert war. Im oberen Teil befand sich auf einem blauen Untergrund eine goldene Wolffalle zusammen mit zwei Sternen und im unteren Teil war ein auf einer Wasserfläche vor einer Quelle schwimmender Schwan.

In der Hollabrunner Schule begann im Jahre 1579 der Lateinunterricht und im Jahre 1632 zählt die Stadt bis zu 121 Häuser. Jedoch in kurzer Zeit, im Jahre 1645, während des 30-jährigen Krieges, wurde sie von den Schweden unter General Torstenson verwüstet und im Jahre 1649 von der Pest heimgesucht. Die Pest wiederholte sich dann noch in den Jahren 1679, 1688 und im Jahre 1713 erlagen dieser Seuche bis zu 130 Leute. Nicht nur Pest, sondern auch zahlreiche Brände zerstörten die Stadt. Im Jahre 1681 wurde eine Pestsäule gebaut.

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